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Von Windaugen und Tierhäuten zu Fenstern und Gardinen

Von Windaugen und Tierhäuten zu Fenstern und Gardinen
Firma Jaloucity 21. Januar 2016 3 comments

Vor tausenden Jahren waren Fenster schlichte Öffnungen in Gebäudemauern. Sie sollten Tageslicht und Luft in die Räume lassen sowie den Blick nach draußen ermöglichen. Im oberen Bereich dienten sie auch als Rauchabzug. Der germanische Begriff für diese Maueröffnungen lautete "windauga" - übersetzt Windauge. Zum Schutz vor der Witterung wurden bei Bedarf Tierhäute davor gespannt. Dies waren die Vorläufer der heutigen Verglasung und der Fensterdekorationen. Inzwischen haben sowohl diese als auch die Fensterkonstruktionen eine vielfältige Entwicklung durchlaufen.


Burgfenster

Historische Entwicklung der Fenster

Etwa im 12. Jahrhundert wurden die Ränder der Maueröffnungen erstmals mit Sandstein oder Holzbalken ausgekleidet. In den unteren Bereichen von Gebäuden handelte es sich bei den Öffnungen zum Schutz vor Angriffen oft nur um schmale Schlitze, lediglich in oberen Bereichen waren sie größer. Neben rechteckigen fanden sich auf Burgen und in Schlössern zunehmend rundbogige Formen und große Arkadenöffnungen mit Mittelsäulen. Es folgten Konstruktionen von Spitzbögen und runden Formen. Erste richtige Verglasungen sind ungefähr in das späte 14. Jahrhundert zu datieren. Damit einhergehend wurden die Fenster kleiner und gleichförmiger.

Schutz vor der Witterung

Noch vor der Verglasung wurden statt Tierhäuten Leinentücher vor die Öffnungen gespannt. Die ärmere Bevölkerung stopfte sie an kalten Tagen mit Stroh aus. Spätere Holzverkleidungen erinnern an die ersten Formen von Fensterläden. Eines der ersten glasartigen Materialien bestand aus kristallisiertem Gips oder weiterverarbeitetem Quarzsand. Erst im 14. und 15. Jahrhundert wurde die Verglasung so perfektioniert, dass sie in den folgenden Jahrhunderten mehr und mehr zum Standard wurde. Die Herstellung war jedoch bis ins 19. Jahrhundert kaum in beliebiger Größe und Form möglich, daher sind in dieser Zeit so viele in kleinen Einheiten verglaste Sprossenfenster zu finden. Seitdem ist eine rasante Entwicklung zu verzeichnen, wie Sie an den heutigen Fenstervariationen unschwer erkennen.

Der Weg zur Gardine

Noch im 15. Jahrhundert wurden Stoffe in Europa als Kälte- und Sichtschutz um die Schlafstätten drapiert, wie auch die niederländische Bezeichnung "gordijine" für Bettvorhang belegt. Auch textile Wandbehänge waren üblich. In Form von Leinen erfüllten Stoffe als Fensterabdeckung eher funktionale Zwecke. Über Reisende zu See und Land gelangten im Laufe der Zeit immer mehr Stilrichtungen aus unterschiedlichsten Ländern und Epochen nach Mitteleuropa und der Fensterbehang erhielt zunehmend auch dekorativen Charakter. Heute sind Gardinen in Material-, Form- und Farbvielfalt kaum zu übertreffen und Sie dürfen sich glücklich schätzen, sowohl über moderne Fensterkonstruktionen als auch über die Gestaltungsfreiheit bei der Dekoration zu verfügen, um sich das Heim wohnlich und geschmackvoll einzurichten.

Angelegt in: Geschichte
L.S. 22. Januar 2016 um 11:10
Da bin ich aber froh, dass ich keine Tierhaut mehr im Fenster hängen habe ;)
sandsack 22. Januar 2016 um 18:00
Fenster aus Glas gab es schon im 14. JH?! man lernt echt nicht aus
Martina 15. Februar 2016 um 06:16
An solch ungemütlichen Fenstern wäre die Deko von Christine wahrscheinlich eine willkommene Abwechslung gewesen!

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